1995
Die Band „the bluesblasters“ ist als Einlage für einen Fasnetsball (Bürgerball in der Haslachmühle) im Frühjahr 1995 entstanden. Damals wurden in drei Proben drei Songs eingeprobt, deren Noten der Bandgründer Rainer Denzler von dem späteren Gitarristen Alex Dopfer für ganze 10.- DM abgekauft hat. Der spielte zu dieser Zeit noch bei den „Oberländern“ die wie der Name schon unheilvoll verkündet, ihre musikalische Heimat eher in Alpenmilieu hatten.
Zu der Zeit war die Besetzung:
vocals: Andreas Roth, Nadine Immeke
horns: Lothar Schmid (pos), Jürgen Müller (tromp), Roland Müller (sax), Rainer Denzler (sax)
rythm: Manfred Ibele (drums), Peter Stützle (bass), Horst Stötzler (git), Eddy Schwellinger (key)
(Andreas Holder (Posaune) war in einer Probe da und Erwin Igel war das erste mal statt Roland am Tenor sax)
Bei diesem Auftritt haben wurden alle drei Songs dreimal aufgeführt. Elmar Denzler war sehr begeistert und bot an, an seinem Geburtstag im August zu spielen. Bedingung: mindestens fünf Songs, und einen davon wollte er selbst singen. Nachdem die Einlage so gut ankam, wurde beschlossen eine Band zu gründen. Beim Geburtstagsauftritt im Aug 1995 spielte Peter Roth für Peter Stützle den Bass, da dieser nach Südtirol gelaufen war. Die Existenz von Autos war in diesem Winkel Deutschlands anscheinend noch nicht bekannt.
Jetzt wurde einmal die Woche geprobt und begonnen, die ersten Songs selbst herauszuschreiben. Bald kam es zum ersten „richtigen“ Auftritt in Fronhofen als Vorgruppe von TANGO FIVE mit dem gewaltigen Programm von fünf Songs! Zuvor mußte jedoch unbedingt ein passender Bandnamen her. Da die legendären Bluesbrothers die Vorbilder waren, sollte es irgendwas in der Richtung sein. Eines Nachts kam Rainer Denzler die zündende Idee im Traum: THE BLUESBLASTERS. Da war die Nähe zu den Bluesbrothers da und gleichzeitig das Synonym „Blasters“ für die Bläser, die von Anfang an ein wichtiger Part der Bluesblasters waren. Das Programm wurde durch weitere Songs von den Bluesbrothers, Commitments und James Brown erweitert. Bei einem Auftritt in Fronhofen stieg Alex Dopfer ein, der danach sofort wieder ausgetreten ist. Vom Erfolg verwöhnt, war ihm die ganze Sache wohl noch zu popelig. Wer weiß.
Beim Auftritt in Fronhofen spran Oli Selzle kurzfristig auf die Bühne und versuchte den miserablen, selbst-gemachten Sound (Musikvereinanlage) noch etwas zu korrigieren, vergebens. So kam der erste Kontakt zur Firma Audio Concept, mit der die Bluesblasters viele Jahre zusammenarbeiteten, zustande. Oliver Selzle hat die Band dann fürs nächste Jahr zum Fumpfestival gebucht, was für alle gigantisch war.
In der folgenden Zeit gab es weitere Gigs mit dem neuen Gitarristen Martin Kraetzdorn. Bei einem Auftritt auf einem Bodenseeschiff ging die Anlage fast baden, als das Schiff etwas zu heftig in die Kurve fuhr. Das Publikum verließ beim Anlegen das Deck nicht per Steg, sondern sprang direkt ins Wasser. Manche sagen aus Begeisterung...