2004
Das erste Mal in der Bluesblasters-Geschichte wurde 2004 nicht mit einer Fasnetspause begonnen. Stattdessen startete die Band im Vorprogramm von COSMO KLEIN. Cosmo hatte in 2003 mit seinem Hit "All I ever need" die Charts erobert und wurde auf den Radiosendern in Europa auf und ab gespielt.

Dann nach ein paar weiteren Gigs war es soweit: Die erste Verkaufs-CD war fertig und der CD-Release-Party Termin stand Ende April im Theaterstadel Markdorf fest. Überpünktlich ein paar Stunden vor der Party kamen die CD's per Eilboten. Zuvor machte sie noch eine unfreiwillige Reise durch Deutschland - doch als sie da waren, war alles gut! Die Party und auch die CD war ein absoluter Erfolg. Nur ein paar Besucher mehr und der bis dahin einmalige Besucherrekord des Hubert von Goisern wäre geknackt worden.

Bei einer Privatparty bei Ulm hatte die Band das Vergnügen, mit Masha, der Tochter des Showmasters Frank Elstner zusammen zu spielen. Die sehr charmante und begabte Sängerin war sich nicht zu schade, beim Auftritt der Bluesis heftig vor der Bühne mit zu tanzen.

Es folgten ein paar Gigs, unter anderem bei einer Miss Wahl und dann mit der Münchner Band Soulkitchen. Beim Auftritt mit "the real voice of Milli Vanilli" John und seinen fantastischen Kollegen war ihr Saxer Thorsten (Yamaha Preisträger als bester europäischer Nachwuchs-Saxofonist) wohl so begeistert von den Bluesblasters, dass er eine Woche später beim nächsten Konzert auftauchte. Die Konsequenzen sind zumindest Insidern bekannt ;-).

Im Juni dann Open-Air Götzis mit den Prinzen und Opus (live is live). Leider komplett verregnet aber trotzdem eine eindrucksvolle Bühne mit riesiger PA. Ein Teil der Band fuhr nach dem Gig heim, ein anderer hatte sich auf einer Berghütte eingemietet. Als dieser Teil des Nachts dort hin fuhr (30 Minuten Fahrt), wurden sie vom Hüttenhund empfangen. Da wurde Dr. Sommerfeld sofort ausfällig und meinte: "I hab doch däre Schnepf gsagt, sie soll ihren blede Köter wegsperren!" Worauf die angesprochene Wirtin in der Türe stand und antwortete:" Also ersten bin ich keine Schnepf, zweites ist das kein blöder Köter". Sie durften aber trotzdem übernachten.

Im winzigen Zelt beim Weingärtner Heimatfest gings sehr zur Sache: Draussen 10°C, drinnen ohne Heizung 30°C bei 100% Luftfeuchtigkeit. Das gestopft volle Plastikhaus bebte und es war einer der besten Gigs in 2004. Party und Stimmung pur!

Weiter gings beim Lindauer Stadtfest im strömenden Regen, was eine Menge Leute aber nicht davon abhielt, dabei zu bleiben. In Meckenbeuren waren es dann 1500 Leute, die den Organisatoren vom Weinfest Glückstränen in die Augen trieben ;-)

In der Geschichte der Band gab es nur ein Jahr, in dem kein Musikerwechsel stattfand. Leider war dies nicht 2004 (Preisfrage: Wann war das?) und so ging Ende 2004 Jürgen Müller an der Trompete. Jürgen - genannt Torben - ist Gründungsmitglied und stieg wegen Zeitmangels nach über 9 Jahren Bluesblasters aus. Für Torben stieg Florian Obinger ein. Flo hat Trompete studiert und ist im Bodenseeraum kein unbeschriebenes Blatt.

Wie im Jahr zuvor wurde der zweite Weihnachtsfeiertag wieder zum Club Metropol Tag. Zusammen mit dem vollen Haus haben die Bluesblasters das Ende des Jahres 2004 gefeiert, noch nicht wissend, dass der 26.12.2004 für viele, viele Menschen der schlimmste Tag ihres Lebens wurde und für zigtausende sogar der letzte.