2005
Unter dem Eindruck der schlimmen Naturkatastrophe in Asien beschloss der Bluesblasters-Technik-Mensch Stefan (Grimm Lights) zusammen mit Tammo Hagen (Eventagentur Hagen) noch am 30.12.2004, ein großes Benefizkonzert zu organisieren. Die Anfrage bei den Bluesblasters erfolgte von Stefan noch am selben Tag, worauf die Band spontan zusagte. Alle waren sehr gespannt auf die Reaktionen, da nur noch ein paar Tage Zeit waren, die Werbetrommel zu rühren und möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, auch Teil dieser Veranstaltung zu werden. An Dreikönig wars dann soweit: Die Bands Gsälzbär, Jigger Skin und the bluesblasters standen auf der riesigen Bühne der Oberschwabenhalle. Alle arbeiten kostenlos: Die Hallenbetreiber, der Getränkelieferant, der Sicherheitsdienst, die Putzkolonne, über 60 Helfer, die Bands und das komplette Organisationsteam und viele, viele mehr. Insgesamt kamen mit Hilfe der über 1600 Zuschauer 34.000€ für Unicef zusammen!
Spontane Aktionen wie die eines Obstbauers, der im Foyer Most verkaufte und seine gesamten Einnahmen spendete, machten die ganze Veranstaltung zu einem Fest der Menschlichkeit und der Solidarität. So schlimm 2004 geendet hatte, so vielversprechend und zuversichtlich begann 2005.
Beim Auftritt in der Zehntscheuer waren bereits vor Saalöffnung fast alle Karten verkauft. Carmen und Caroline kamen ziemlich erkältet, der Rest teilweise im Fasnetstrubel etwas angeschlagen, aber dennoch habens alle gut gepackt und es wurde ein toller Abend.
Auch die dritte VAUDE "soul the mountain" Party war wieder ein voller Erfolg: Die XLounge (VFB-Halle) war schön voll, ebenso wie Teile des VAUDE Teams ;-). Soul the mountain ist ein Aktionstag für Boarder und Skifahrer in den Alpen, dessen Afterparty bisher in Friedrichshafen gefeiert wurde. Noch schöner wärs natürlich auf dem Berg - vielleicht ja nächstes Jahr?
Dann Ende März war es soweit: Die Bluesblasters feierten ihren 10. Geburtstag. Lange vorbereitet und mit viel Anspannung ging es für einige bereits mittags in den Club Kantine. Stefan von Grimm-Lights hatte dort Tonnen an Technik reingeschoben, die dann Stück für Stück an ihren Platz getragen wurden. Kaum war der letzte Ton des Soundchecks beendet, kamen auch schon die ersten VIP-Gäste um 18 Uhr. Nach einem Sektempfang gab es ein sehr leckeres Buffet für die ehemaligen und für sehr enge Freunde und Gönner der Band. Dann um halb acht bildete sich schon die erste Schlange vorm Eingang. Die Abendkasse öffnete um 20 Uhr und bereits fünf Minuten später waren die letzten Karten weg. Gegen später konnten aber doch noch einige rein und um 21 Uhr war der Club brechend voll.
Nach dem ersten Bluesblasters-Film mit Konzertausschnitten und Bildern der letzten 10 Jahre startete die Band mit einem Special-Programm. Eins der Highlights war der Auftritt von Nadine und Elmar, frühere Members der Bluesblasters. Nadine zeigte einmal mehr, was für eine Powerstimme in ihr steckt und Elmar brachte mit seiner Bühnenpräsenz und der legendären Hasenweiler-Kult-Predigt den Saal zum Kochen. Dank DJ Michel's tollem Sound war der Abend noch lange nicht zu Ende und die letzten Gäste gingen gegen fünf Uhr morgens nachhause.
Im April gab es einen Gig im Ursprungsort Hasenweiler mit "the whright thing". Über 800 feierten mit den Bluesblasters eine klasse Party. In Langenargen brachten die Segler des "Match Race" und ne Menge anderer Leute ein Zelt am Bodensee schier zum Bersten. Auf einer winzigen Bühne mit teilweise improvisierter Technik gings sehr "clubby" zu - Musik zum Anfassen und Musiker ebenfalls ;-).
Der MV Berg wagte 2005 ein Experiment: Die Bluesblasters alleine für ihr Frühlingsfest. Das war insofern ungewöhnlich, da die Band keine typische Coverband ist, die von Abba bis Zappa und von neun bis zwei Uhr nachts spielt (und auch niemals werden möchte...). Fazit des Abends: Superstimmung und ein mit ca. 900 Leuten ausverkauftes Zelt! Und das ohne Wolfgang Petri und die Onkelz.
Nach einem Jahr Pause gings für die Band 2005 wieder zu Horgenzell's "Rock auf Ottos Bonsaiwiese". Diese Jahr war auf dasasfffasdfent, Mind the Gap und den Bluesis diesen Event bis in die frühen Morgenstunden.
Eine Woche später hat das Weinhaus Betz die Bluesis erneut für ihr Zelt auf dem Schüler- und Heimatfest engagiert. Sommy und Matthias kamen etwas später zum Soundcheck, da Sommy Matthias bei einer Studienarbeit unterstütze und die beiden gerade noch rechtzeitig fertig wurden. Bei der Gelegenheit nahm Sommy Kontakt zu Matthias Studienkolleginnen auf, die von ihm so begeistert waren, dass sie spontan einen Slip an seiner Posaune befestigten... Matthias wurde durch ein Riesenplakat zu Untaten aufgefordert:" Hager, wir wollen ein Kind von dir". Die Stimmung in dem kochend heißen Zelt war gigantisch und die Band spielte, bis die Polizei die Veranstaltung beendete.
Der August begann mit einem Open-Air-Auftritt bei der Mega Company in TT, die ihr Sommerfest feierte. Die Hauptattraktion waren billige Hähnchen und Bier, sowie eine Bungy-Anlage und ne Cart-Bahn. Die Leute waren gut drauf und blieben bis zum letzten Takt - wie Hias sagte - im Industriemischgebiet ;-) bei den Bluesis. Und als man bei Einbruch der Dunkelheit die ganzen Maschendrahtzäune nicht mehr sah, war auch die Atmosphäre gut...
Das nächste Wochenende verbrachten die Bluesis zuerst am Freitag in Kappel. Willi und die Landjugend hatten wieder ein Superfest aufgezogen und bestens gelaunt wurde es ein Klasse Auftritt, bei dem die lustigen "mind the gap" auch ein Stelldichein gaben (mit dem BB-Gitarristen Alex, dem Ex-Gitarristen Volker Fischer, dem Ex-Sänger Stefan Oelhaf, mit Günther von Groove Department und natürlich mit dem unbeschreiblichen Hanson von den Mellers, der neuerdings liebesbedingt zu den größten Fans der Bluesblasters zählt...). Wer's nicht kennt:"Mind the gap" nöhlen die Londoner U-Bahn-Sprecher ständig durch die Lautsprecheranlage, wenn die Leute zu- oder aussteigen.
Da einige der Bluesis in Kappel wohnen, waren die Wege nach Hause nicht weit. Dennoch schien es so, als wollten welche gar nicht so schnell Heim - zumindest nicht, bevor die Sonne ordentlich vom Himmel brannte...
Am nächsten Tag konnte man deutlich sehen, wer länger in Kappel war und wer nicht. Matthias und Flo kamen direkt von einem anderen Auftritt nach Vorsee, wo die Band am Samstag spielte. Auch Harry musste kurzfristig noch bei einem Konzert spielen - jedoch konnten alle pünktlich um halb zehn starten. Alle Bewohner der 44 Häuser in Vorsee waren da und machten Superstimmung. Super nette Veranstalter und ein eigens angekarrter Backstagewagen rundeten die ganze Sache ab.
Das Wochenende darauf war wieder Weinfest in Mecka angesagt. Um halb elf, nach Offbeat-Factory starteten die Bluesis in dem Riesenzelt. Parallel hatte ein lokaler Radiosender im 5km entfernten Tettnang eine große Veranstaltung angekündigt. Kein Eintritt, ein paar Hupfdohlen aus dem Fernsehen und die üblichen Moderatoren-DJ's zogen einige Tausend Menschen nach Tettnang. Trotzdem wars in Mecka ziemlich voll, was einige schon überrascht hatte. Eine noch Junggesellin feierte mit ihren Freundinnen das letztemal "Freiheit" und schaffte es bei "you can leave your head on" Matthias Hemd komplett aufzuknöpfen. Mecka hat wirklich Spaß gemacht, bis auf den total vollgestellten und sehr engen Backstage, indem sich dann auch noch 25 Leute umziehen und aufhalten hätten sollen.
Das allererste Mal live im Allgäu verschlug es die Band nach Leutkirch - oder wie der bayrische Allgäuer sagt, ins "Wiarrtäbärrrgärrgische Allgei". Im historischen Bocksaal kamen dann auch einige Allgäuer und es wurde ein schöner Abend, wenns auch nicht ganz voll war. Matthias hat mittlerweile seine Hemmungen verloren und ließ sich erneut das Hemd aufknöpfen - diesesmal von der frisch verliebten Carmen... ;-)
Dann kam ein Doppelgig-Wochenende im September, dass es in sich hatte: Am Freitag karrten die Musiker Licht- und Tonanlage ans Bodenseeufer in FN und schleiften die schweren Kisten über den langen Steinstrand auf das Klangschiff. Das ist ein eisernes, schiffähnliches Kunstwerk, das teilweise im Wasser steht. Nach 2,5 h stand die komplette Anlage und konnte getestet werden. Dann Rauch aus dem Verstärkerrack - sofort Stecker raus und große Bestürzung: Durch ein fehlerhaft beschaltetes Kabel kams zur Überspannung. Zwei Verstärker und einige weiteren Geräte waren defekt! Da war nicht mehr an spielen zu denken und ein Alternativplan musste her. Ganz schnell wurde die FITA-Anlage organisiert, die komplette PA wieder vom Klangschiff in den Hänger geschleift, die neue Anlage aufgebaut und um halb acht nach fast fünf Stunden harte Arbeit konnte die Band dann noch starten.
Am nächsten Tag hieß es nochmals PA Anlage aufbauen - das ging dann problemlos durch und die Firmenfeier in Immenstaad konnte gut gespielt werden.
Dann Ende Oktober das erste mal im Club Vaudeville Lindau. Eigentlich eher ungewöhlich, da die Band im Vergleich zum üblichen Programm in Vaudeville (Schwerpunkt Punk,..) doch eher - wie einer der Clubber sagte - bodenständige Musik macht. Aber es harmonierte sehr gut und wurde ein toller Abend mit hervorragender Betreuung und klasse Bühne.
Übrigens großes Lob an diejenigen, die es bisher geschafft haben, alles durchzulesen! Kommt schon was zusammen in 2005...
Weiter gings Anfang November im Theaterstadel Markdorf. 1,5 Jahre nach der genialen CD-Release-Party wurde es erneut sehr voll und die Stimmung kochte im fast schon ehrwürdigen Saal. Nach dem Vergleich mit den Besucherzahlen mit dem Vorjahr wurde klar, dass ein neuer Besucherrekord im Theaterstadel erreicht wurde!
Seit langem mal wieder in Biberach, gab es ein Konzert im -Applaus-. Schon beim Soundcheck meinte der Restaurantbetreiber über der Theaterkneipe, er müsste der Band die Laune verderben. Doch seine Horrorszenarien mit Polizeiübergriffen, falls wir in der Lautstärke weiterspielen, bewahrheiteten sich nicht. Keine Polizei sondern begeisterte Biberacher waren da und alle hatten trotz der nun eben naturgegebenen Lautstärke, die 12 Leute produzieren, eine Menge Spaß!
Beim großen BA-Ball in einer Messehalle A2 waren 1800 Menschen in der riesigen, mit gedeckten Tischen bestückten Halle. Die Band sollte um halb neun starten, da hatten viele Besucher noch kein Essen organisiert und standen in langen Schlangen vor dem Büffet. Die Akustik der Halle war sehr, sehr -hallig- und das Durchschnittsalter der Besucher lag deutlich über dem, des normalen BA-Studenten. Dennoch fanden sich hunderte Bluesblasters-Freunde, die dann den verbliebenen Gang in der Mitte zum Tanzen nutzten, auch wenn kein Chachacha gespielt wurde... ;-)
Seit nun schon vier Jahren gab die Band ihren Jahresabschluss im Club Metropol. Bereits bei der Öffung um 21 Uhr kamen schon eine Menge Leute rein und im Laufe des Abends füllte sich der Club komplett. Wolfi hatte zwei Wochen vorher eine OP und konnte deshalb nicht so ausgelassen tanzen, was Mathias aber gut kompensierte. In 2,5 Stunden hatte er sich den kompletten Weihnachtsspeck herausgetanzt, ebenso wie hunderte Fans, die von Anfang an eine gigantische Stimmung machten.