19.05.08Junggesellenabschied von Alex und Rainer! (by Wolferl)
Gleich zwei Bluesis wollen 2008 den Bund der Ehe schließen was uns auf die Idee brachte, einen gemeinsamen Junggesellenabschied zu planen. Bei Pizza und Hefebier rauchten uns die Köpfe und die Ideen wurden immer wilder und lustiger. Nach einigem Organisationsaufwand lief der Tag für Alex und Rainer dann so ab:
Am 01. Mai morgens standen die zwei Junggesellen ganz unbeschwert und ohne den leisesten Verdacht auf. Eine harmlose Maien-Tour war geplant - zuerst zum Weißwurstfrühstück nach Waltenweiler. Mit dabei ihre nichts ahnenden Mädels und die eingeweihten Verschwörer Hanson (die goldenen Stimme von Schmalegg) und Michi (die goldige Schlimme von Happenweiler...).
Der Rest der Bande traf sich schon früh in Waltenweiler, wo alle Vorbereitungen liefen. Eine Kutsche haben wir bei Sommerfelds Kumpel "Kiss" angemietet. Zwei mächtige Gäule wurden vorne angespannt. Die ganze Kutsche haben wir schön mit Luftballons und Girlanden dekoriert. Ein dickes Holzherzschild mit den Bildern von Alex und Rainer wurde angebracht mit der Aufschrift: "Wir trauen uns"! Speziell zur Feier des Tages haben wir uns besonders schöne Klamotten angezogen und wurden professionell vor Ort geschminkt. Gleich in der Früh entschieden wir uns für eine Schnapsprobe bei Kiss und jeder hatte auch schon einen Krug Most in der Hand. Das konnte ja lustig werden…
Gegen halb elf kamen dann unsere Junggesellen – das war ein HALLO! Alex durfte sich gleich ein paar hübsche Bekleidungsstücke aussuchen - er entschied sich für ein nettes Kleid nebst Perücke und Brustersatz. Rainer schlüpfte in astreine Alpenklamotten. Beide wurden noch nett geschminkt und dann ging's los.
Etwa 20 Minuten nach der Abfahrt erreichte uns rennend von hinten auch der liebe Hanson, der sich in Frauenklamotten gezwängt noch länger schminken lassen wollte und deshalb hinterher gefahren wurde. Ist halt ein Genießer ;-)
Komplett instrumentiert und mit einem Riesen-Megaphon fuhren wir mit 6km/h durch die Landschaft mit komplett tosender Lumpenkapelle an Bord (mein Lieblingslied: Geh alde schau mi ned so deppernd an…". Alex und Rainer sangen "im Wagen vor mir" oder "aber dich gibt's nur einmal für mich". Sogar ein Theaterstück mussten die zwei vortragen ohne jedoch den Inhalt zu verstehen - und da waren wir gerade mal eine halbe Stunde unterwegs. Natürlich versäumten wir es nicht, jedes Dorf gebührend und mit Hilfe des abartig lauten Megaphons zu begrüßen.
Kurze Zwischenstation machten wir in einer seltsamen Wirtschaft mit einem noch seltsameren Wirt, der sichtlich Angst vor uns hatte. Komisch.
Später trafen wir in Oberteuringen ein, zum Blütenfest. Hier ist die gesamte Mannschaft mitsamt Instrumenten ins Festzelt eingelaufen. Dirigent Mr. Sprenger unterbrach den Vortrag seiner Musikkapelle und wir durften vor hunderten Festzeltgästen eine schöne Einlage spielen. Alex und Rainer tanzten dazu um ihr Holzherz herum. Zu diesem Zeitpunkt war uns das Ganze überhaupt nicht peinlich. Einzig unser mitziehender Bürgermeister schien nicht ganz so entspannt bei so viel Öffentlichkeit – wir hatten nämlich einen echten Bürgermeister dabei. Woher wird nicht verraten.
Von Oberteuringen ging's zur Endstation – nach Russmaier (benannt vermutlich nach dem bekannten Regisseur Russ Meyer (siehe hier http://de.wikipedia.org/wiki/Russ_Meyer)
In Russmaier hat Elmar Denzler – der erste Sänger von den Bluesblasters – eine nette Wirtschaft. Hier spielten wir auf, bis kein Gast mehr da war. Das ging eigentlich erstaunlich schnell: Role übte sich mit Hilfe des Riesenmegaphons im bösen Rap-Shouten, Hanson zeigte den erstaunten Leuten, wie laut ein Schlagzeug sein kann und alle hatten viel Spaß. Sommerfelds 12-Ton-Improvisationen waren aber auch nicht zu verachten. An dieser Stelle Dankeschön an die Jehles für die geliehene Quetsche. Wusste gar nicht, wie gut "word up" mit einem Akkordeon klingt!
Alex wollte dann plötzlich um 19 Uhr schon heim, netterweise hat Flo ihn heimgebracht. Rainer hielt es noch gut aus, aber um 20 Uhr waren alle im Bett. Schade, eigentlich wollten wir noch in einen Stangenschuppen… Lag vermutlich an der vielen frischen Luft!