01.09.05Mecka und danach!!! (by Hias)
Ein bisschen verspätet, aber mit vollem Wahrheitsgehalt, möchte ich Euch von der Afterparty und der Heimfahrt von Mecka berichten.
Ein sitzfester Rest der Bluesies und ein paar treue Groupies haben es sich die ganze Zeit nach dem Auftritt nicht nehmen lassen, den Platz vor der Bühne freizumachen, und nicht - wie alle anderen- in die vollgestopfte Bar zu gehen. Alles eigentlich nicht so schlimm, wäre da nicht ein befreundeter Meckaner gewesen, der immer wieder Bargetränke an die Bühne gebracht hätte, welche dann genüsslich (beinahe sinnlos) vernichtet wurden. Wäre auch nicht so schlimm, wenn nicht eine weibliche Person (möchte aus privaten Gründen nicht genannt werden) 50% der Getränke alleine getrunken hätte. Sie ist zwar trinkfest, aber zur späten Stunde waren leichte körperliche und geistige Defizite erkennbar ==> Kapazitätsgrenze erreicht!
Nach einem kleinen "Nickerchen"war schon deutlich zu erkennen, dass die Kapazitätsgrenze überschritten war und der schwarze russische Wurzelsaft schon an den Ohrläppchen der besagten Dame herunterlief.
Also, Zeit für den Nachhauseweg. Da keiner von uns ein Fahrzeug besaß (besser so) haben wir uns (Katja S., die leicht angetrunkene Dame und ich) in ein Taxi gesetzt. Katja saß vorne, ich wurde müde und legte mich auf die Rückbank bzw. dummerweise mit dem Kopf auf den Schoss der nun schweigsamen Dame.
Kurz nach Mecka war ich schon eingeschlafen. Katja berichtete im nachhinein, dass ab dem Bahnübergang in Kehlen nur noch der Taxifahrer und sie geredet haben. Hatte vielleicht einen bestimmten Grund, dass das Fräulein hinten nicht mehr reden wollte (Bahnübergang !?!).
Kurz vor Hirschlatt bin ich aufgewacht, öffnete meine Augen, blickte nach oben und sah der besagten Dame ins Gesicht. Die Augen tränten, die Backen waren wie aufgeblasen und sie konnte nur noch nicken, als ich sie gefragt habe, ob der Taxifahrer anhalten soll. Eigentlich verständlich, dass man mit 200ml Wurzelsaft im Mund nicht mehr reden kann.
In letzter Sekunde hielt der Taxifahrer, die hintere Türe ging auf, ein Häufchen Elend kniete sich Richtung Mecka (Meckenbeuren am Bodensee) und mehrere Liter Bargetränke entwichen ihrem Körper.
An dieser Stelle möchte ich demjenigen danken, der mich im richtigen Moment aufgeweckt hat. Dankeschön!
Außerdem möchte ich noch hinzufügen, dass nicht nur das Leben der Musiker sehr hart sein kann, sondern auch das Leben derer, die uns immer wieder zuhören. Danke an euch
Danke auch an den MV Meckenbeuren, für das gute After- Catering!!!
Maddeis