Einige Presseberichte (Auszüge)

Südkurier Markdorf 09.11.2009

:: Ein vielköpfiges Wesen, das sich auf der Bühne wandelt


 
Soul und Blues vom Feinsten: „The Bluesblasters“ bei ihrem Auftritt im Theaterstadel. (Büsche)

Ich kann nicht genug bekommen davon“ – Der Titel ist Programm. Ihrer jüngsten CD gab „The Bluesblasters“, eine der angesagtesten Soulbands im Süddeutschen diesen Namen. Und nun, beim Auftritt im Markdorfer Theaterstadel, bewies die zwölfköpfige Formation, dass der CD-Titel ganz die Wünsche, das Befinden ihres Publikums trifft.

Wundern wird das niemanden. Denn Bluesblasters ist mehr als eine Band mit Sängern, Rhythmusgruppe und Bläsern. The Bluesblasters sind ein Organismus. Ein vielköpfiges Wesen, das auf der Bühne zu immer neuen Formen findet, das sich wandelt, das Blüten treibt rein musikalischer Art, versteht sich. The Bluesblasters atmet, The Bluesblasters pulst, The Bluesblasters bäumt sich und The Bluesblasters regeneriert sich. Bei Soul, bei satten Balladen, die im steten Wechsel mit den typischen Bluesblasters-Rock-Songs folgen. Ein bisschen ist es wie bei den Gezeiten. Mal tobt es, mal ist's leise.

Nur langweilig ist es nie, dafür agieren die zwölf Musiker viel zu variantenreich. Eben noch röhrte Lead-Sängerin Carmen Denzler wilden Blues-Sound. Im Stück darauf überlässt sie ihrer Mit-Leaderin Caroline Wetzel das Feld für eine rauchig-zarte Ballade. Gleich treten sie beide zurück, geben den Dritten im Lead-Sänger-Bunde, Ralph Crazzolara, die Bühne für einen appealigen Soul und stützen den durch emsigen Chorus-Gesang. Gleich wird er von der Bühne steigen. Vorbei an schmachtenden Damen, vorbei an Tänzerinnen, die sich biegen, dehnen, um sehr zielstrebig auf zwei Teenagerinnen zuzuschreiten, sie anzusingen, auf dass die eine Ahnung bekommen von dem, was hier in der Erwachsenenwelt um sie herum geschieht.

Mitsingen, Mitklatschen, Wechselstimmen das volle Programm bekommt das Publikum. Bluesblasters fordert sich, es verlangt aber auch manches. Freilich wird nicht mit Lob gespart. Der launige Zuspruch gehört ebenso zum Auftritt wie die Selbstvergewisserung: Man habe Spaß hier. Aber der ist durchaus echt. Zu viele kleine Gesten deuten darauf hin. Auf der Bühne feixen sich die Sängerinnen zu, kokettieren mit den Instrumentalisten. Eine Woge des ausgelassenen Wohlbefindens ergießt sich ins Publikum. Es ist ein Rhythmus-Taumel.

Und dann und wann ragt da ein Solo heraus. Wenn Rainer Denzler sein Sopran-Saxophon bläst, wenn Roland Müllers Tenor-Saxophon ertönt, wenn Florian Obinger trompetet oder wenn Posaunist Andreas Sommerfeld zur Mundharmonika greift, um einen gigantischen Blues zu fahren. Das Ergebnis: Man kann nicht genug bekommen von dieser Musik. (büj)




Südkurier Markdorf 03.11.2008

:: Beste Stimmung in CD Qualität


 
Eine gewaltige Bühnenshow bester Musik und Spielfreude: Die Bluesblaster rissen ihr Publikum im Theaterstadel mit. (Schopf)

Eiskalt weht die Herbstluft um das Stadel, der Gehrenberg liegt im Nebel. Innen geht es aber alles andere als frostig zu, denn „The Bluesblasters“ feuern auf der Bühne ein unbeschreibliches Feuerwerk der geballten Musikfreude ab. Die Gruppe legt nicht nur große Spielfreude sondern auch viel Energie in ihre Stücke – eine Energie, die sofort auf das Publikum überspringt.

Schon beim ersten Stück wird kräftig mitgeklatscht, mitgewippt und sogar etwas getanzt. Soweit dies möglich ist. Denn die Bluesblaster haben sich mit ihren Auftritten bereits eine große Fangemeinde geschaffen. Aus einem weiten Umkreis sind die Besucher an den Gehrenberg gekommen und sorgen auf den zugeparkten Straßen und im Theaterstadel für Enge. Dass man beim Zuhören unweigerlich Tuchfühlung mit den Nachbarn aufnimmt, scheint aber keinen zu stören. Denn von der Bühne schwappt soviel an guter Laune, Rhythmus und Spaß ins Auditorium, dass einfach eine super Stimmung herrscht. Der jüngste Auftritt der Bluesblaster wird sogar verewigt. Ein Live-Album wird mitgeschnitten. Wann es im Handel erscheint, ist noch ungewiss. Eines ist aber sicher: Es wird eine CD-gepresste Erinnerung an einen super Abend mit genialer Musik werden. Ob sanfte Balladen, schmissiger Blues oder harter Rock: Die Bluesblaster beherrschen ihr Metier perfekt. Gut abgestimmt präsentieren sich die Sänger und die Bläser. Gesangseinlagen und Instrumentensoli treffen nicht nur die richtigen Töne – sondern auch den Geschmack der Zuhörer. Applaus, Anfeurungen und Pfiffe sporen die Gruppe an. Bei den ersten Titeln wundert man sich, weshalb die Band ihre Höhepunkte bereits an den Anfang des Konzertes platziert. Aber von Stück zu Stück wird klar: Es geht immer noch besser. Ein Highlight jagt das nächste. Die Gruppe entfaltet ein Klangvolumen, dass einfach mitreisst. Weder auf der Bühne noch im Saal kann da jemand still stehen. Zum einen würde man sich einen größeren Saal zum Tanzen wünschen, zum anderen macht die drangvolle Enge das Erlebnis „Bluesblaster“ gerade so intensiv.

Natürlich werden die „Bluesblaster“ erst nach mehreren Zugaben von der Bühne entlassen. Aber eigentlich will sie keiner gehen lassen. Der Auftritt war genial, mit Sicherheit einer der Höhepunkte des Stadel-Veranstaltungskalenders. Die Besucher freuen sich mit Sicherheit darauf, wenn die Live-CD im Handel erscheinen wird. Aber wohl noch mehr, wenn die Bluesblaster wieder am Gehrenberg auftreten werden.




Südkurier Markdorf 28.12.2007

:: Die sind aber groß geworden!


"Bist du aber groß geworden!" Bestimmt hat jeder eine entfernt lebende Tante, die ihm mit diesem Spruch auf die Nerven ging, schon weil man selbst vom Größerwerden überhaupt nichts gemerkt hat. Einer Tante, die sich zum traditionellen Weihnachtskonzert der "Bluesblasters" in den Club Metropol verirrt hätte, wäre allerdings gar nichts anderes übrig geblieben, als eben diesen Spruch vom Stapel zu lassen - und sie hätte absolut Recht damit. Die Bluesblasters sind eben wirklich wahnsinnig groß geworden - musikalisch gesehen.

Die große Krise nach dem Ausstieg von Sänger Mathias Hager ist ausgeblieben: Sein Nachfolger Ralf Crazzolara hat sich ein anderes Paar Schuhe angezogen als der geborene Entertainer, der ihm voranging. Crazzolara bringt ein verhalteneres Naturell mit, und nicht kreidig, sondern durchdringend klar ist seine Stimme. Neben der steigenden Routine durch eine Vielzahl von Auftritten ist es wohl auch der ganz andere Klang des neuen Sängers, der den Gruppensound gewandelt hat: Die Bluesblasters sind schärfer und schweißtreibender geworden, sie spielen mehr denn je auf den Punkt, und die Zurückhaltung von Ralf Crazzolara im Umgang mit dem Publikum stellt nun die beiden Sängerinnen Carmen Denzler und Caroline Wetzel stärker ins Zentrum. Letztere ist für Carmen Denzler, die noch nie Probleme damit hatte, ihre bärenstarke Soulstimme voll zu entfalten, zu einer ebenbürtigen und unbefangenen Partnerin herangewachsen. Auch das trägt enorm zum Wachstum der Bluesblasters bei. Die Band hat es verstanden, die Krisensituation des Frontmann-Wechsels in eine echtes Chance umzumünzen, was unter anderem auch für ihr gutes internes Klima spricht.

Mit dem Ergebnis ist nicht nur das Publikum auf der vollen Tanzfläche zufrieden, sondern auch Ex-Frontmann Mathias Hager, der sich unters Volk gemischt hat: "Ich finde die Band heute einfach klasse", sagt er und nimmt gerne die Einladung an, auf der Bühne noch einmal sein Showtalent zu demonstrieren: Zu Ray Charles' "Shake your tailfeather" legt er einen vogelwilden Balztanz hin.

Über den professionellen Rang, den die Bluesblasters erreicht haben, kann man sich nur wundern und freuen - das Potenzial jedes Stücks wird nicht nur voll ausgeschöpft, sondern durch einen Totalumbau oft noch zusätzlich angereichert, wie im Fall von "Tainted love". Aus dem schwülen Synthie-Schleicher von Soft Cell wird eine fette Bigband-Nummer mit opulenten Bläsersätzen - überraschenderweise im Ska-Rhythmus. Auch den Rap-Klassiker "Word up" hat die zwölfköpfige Band völlig umgearbeitet, zu einem ebenso fetten wie knochentrockenen Ereignis. Bei "You can leave your hat on" raspelt Ralf Crazzolara als hätte er vorher mit einer handvoll Kies vom nahen Parkplatz gegurgelt, dann wieder sext Caroline Wetzel den Bandgründer und Saxofonisten Rainer Denzler an, und der "saxt" zurück.

Ohnehin geht der vierköpfige Bläsersatz ab wie eine angebrannte Zündschnur: "Demasiado corazón" und "Hard Rock Cafe" sind Paradestücke für scharfes Gebläse, und neben Soulklassikern, die die Band schon immer im Programm hatte, öffnet sie sich nun auch großen Disconummern der 80er Jahre und aktuellerem Pop von Acts wie Morcheeba und Robbie Williams. Ganz zu Gunsten der Partylaune haben die Bluesblasters ihre stilistische Bandbreite in den vergangenen beiden Jahren enorm erweitert. Wirklich, diese Band ist groß geworden, und wer weiß, wohin sie noch wachsen wird.

Harald Rupert


Südkurier Markdorf 5.11.2007

:: Kochende Tanzlust statt Bodenfrost


 
Trübe Herbst-gefühle hatten keine Chance am Samstagabend im Theaterstadel: "The Bluesblasters" waren wieder einmal da und sorgten für brodelnde Stimmung auf dem Gehrenberg. (Büsche)
Im Herbst, wenn die Blätter fallen - im Herbst, wenn der Nebel kriecht - im Herbst, wenn erste Bodenfröste drohen, dann kommen die "Bluesblasters" ins Theaterstadel und pusten mindestens für einen Abend mehr gute Laune, Stimmung und Tanzlust ins Publikum, als üblicherweise angesagt ist in dieser Jahreszeit.

Zum fünften Male nun trat die zwölfköpfige Soulband aus dem Ravensburgischen auf in Markdorf. Premiere hatte indes Ralph Crazzolora am Gehrenberg. Ja, richtig gelesen, Matthias Hager war nicht dabei. Der Mann mit der Stimme, der Mann mit diesem gewissen Lächeln, das den Bluesblasters-Soul so anziehend gemacht hat. Seit letztem Frühjahr steht Ralph Crazzolora an seinem Platz.

Nun, an den Conférenciers-Qualitäten seines Vorgängers sollte Crazzolora besser nicht gemessen werden. Denn ganz offensichtlich ist er kein Freund allzu vieler Worte. Hagers Charme sprühte da ergiebiger. Aber wer geht schon in ein Bluesblasters-Konzert, um sich was erzählen zu lassen. Und musikalisch - soviel ist gewiss - hat der neue Leadsänger Einiges drauf. Freilich klingt er am besten bei den härteren Stücken, wenn er nach Herzenslust röhren darf. Das Sanfte ist eher noch in Arbeit bei ihm.

Ob der Song "Rome wasn't built in a day" bewusst ausgewählt wurde oder ins Programm kam, weil er einfach nur gut in die Komposition des Abends passt - wer weiß. Sicher jedenfalls scheint soviel: die "Bluesblaster"-Band weiß mit ihren Pfunden zu wuchern. Lied für Lied rückt sie einen anderen Höhepunkt ins Blickfeld. Bei "She works hard for her money" ist es Gitarrist Alexander Dopfer, der ein brillantes Solo hinlegt. Bei anderen Songs sind es Rainer Denzler (Alt-Saxophon und Sopran-Saxophon) oder Roland Müller (Tenor- und Bariton-Saxophon), die mit Soli begeistern - um gleich wieder unterzutauchen, aufzugehen im Bluesblaster-typischen Soul. Das ist abgestimmt und eingespielt, das läuft rund und ohne Unwucht. Das klingt harmonisch, so wie das Wechselspiel der beiden Lead-Frauen Carmen Denzler und Caroline Wetzel aussieht. Ohne böses Blicken konkurrierender Größen im beständigen Wechsel - mal steht diese, mal jene im Vordergrund, mal teilen beide Sängerinnen sich die Show.

Und das Publikum dankt es. Zum Mitklatschen muss es nicht erst lange animiert werden. Getanzt wird ohnehin - von Anfang an sogar. Der Stadel wurde zum "Hardrock Café", noch bevor das gleichnamige Stück kam. Oder etwas genauer: der Stadel wurde zur "Soul Bar" - dank "Bluesblasters".

Jörg Büsche
Sschwäbische Zeitung Markdorf 5.11.2007

:: Die Mischung macht's


MARKDORF (hke) "Seid Ihr heiß? Wir sind es auch!" ruft Sängerin Carmen Denzler von der Bühne. Die "Bluesblasters" haben am Samstagabend im "Theaterstadel" auf dem Gehrenberg mit geballter musikalischer Energie erfolgreich die ersten Winterdepressionen vertrieben.

Viel Soul und Funk, gemischt mit Rock, Pop, Salsa, Reaggae, Rhythm and Blues und sogar Twist - das ganze aus den 60er Jahren bis zu aktuellen Hits: Es wird keinesfalls langweilig oder eintönig bei einem Konzert der "Bluesblasters". Das stellte die Band aus dem Einzugsbereich Horgenzell, Ravensburg, Friedrichshafen am Samstagabend bei ihrem Auftritt im "Theaterstadel" schweißtreibend unter Beweis. Seit fünf Jahren spielt die gefragte zwölfköpfige Band einmal im Jahr auf dem Gehrenberg.

Das Publikum freut sich und die Fangemeinde folgt den "Bluesblasters" treu. Auch am Samstagabend gab es im "Theaterstadel" kaum mehr Platz zum Stehen. Der vierköpfige satte Bläsersatz, zwei Sängerinnen und ein Sänger, die sich ins nichts nachstehen, die energiegeladenen Percußionisten und Schlagzeuger, Gitarrist, Basser und Keyboarder schafften es mühelos, die Menge zum Tanzen und Mitsingen zu bewegen. Die eigene Freude an der Musik übertrug sich vom ersten Augenblick aufs Publikum.

Ob es nun "Hardrock-Cafe", "Son of a Preacherman" oder "You can leave your hat on" war: Das Ü30-Publikum fand sich und seine Lieblingssongs wieder. Auch "She works hard for the money" oder "I'm walking on sunshine" sorgten für gute Stimmung. Schwer zu entscheiden, was das Publikum nun mehr mitgerissen hat: die starken Stimmen von Carmen Denzler, Caroline Wetzel und Ralf Crazzolara oder der kraftvolle und akzentuierte Bläsersatz: Rainer Denzler, Alt-Saxophon, Roland Müller, Tenor-Saxophon, Florian Obinger, Trompete, und Andreas Sommerfeld, Posaune und Blues Harp - die Mischung macht's bei den "Bluesblasters". Drei Zugaben mussten sie noch anhängen.
Südkurier Markdorf 7.11.2006

:: Anti-Depressivum mit Folgewirkung


 
Die "Bluesblasters" wechseln sich ab: Wenn einer der drei mit einer Solopartie brilliert, tauchen die anderen beiden in den Hintergrund. (Büsche)
Von wegen Dämmermonat, kein Gedanke an November-Depression - solange die "Bluesblasters" da sind. [...] Fest eingebrannt in jene Partien [...], die für Rhythmus, die für Feeling und diesen ganzen unbewusst ablaufenden Bewegungsapparat zuständig sind. Die "Bluesblasters" hinterlassen bleibende Folgen.

Womit die zweitschönste Nebenwirkung des Musikhörens auch schon auf dem Tapet steht. Ähnlich den Fans im Stadel: federnd, wippend, Hände klatschend und schippend. Großartige Gesten braucht es gar nicht. Ein kleiner Wink vom Lead-Vokalisten Mathias Hager und der gesamte Saal macht mit. Es reckt und taktet wie eine bedröhnte Tiefsee-Pflanze. Dabei sind die Abläufe überaus präzise. Derartiger Groove läuft nur dann ab, wenn sich die Bläsergruppe akkurat ins Drum-Getriebe fädelt. Wenn der Bass und die Hammond-Orgel fein auf die Percussion abgestimmt sind. Und sie sind es. Sind es sogar auf superbe Art. Bei "Hard Rock Café" zum Beispiel, obwohl gerade da kleine Unstimmigkeiten leicht zu vertuschen wären. Wohl gemerkt: "wären". Sie sind nicht - denn den Kleistertopf braucht diese Band nicht. Dafür bringt sie eine viel zu kultivierte Leistung.

Und das mag wohl auch der Grund sein für die unverschämt gute Laune, die die drei Vokalisten versprühen. Carmen Denzler, Caroline Wetzel und der bereits erwähnte Mathias Hager. Letzterer ein Charmeur der alten Schule, der sich nach gelungen sattem Intro artig beim Publikum vorstellt. Brav nachfragt, ob es da etwa immer noch Menschen gibt, die die "Bluesblasters" noch nicht kennen. Und tatsächlich: Es waren welche da. Aber jetzt dürfte das mit der Unkenntnis ein für alle Mal erledigt sein.

"I want you to sing the Blues", "Do you like Soul Music" - Songs, die das Repertoire der Gruppe andeuten, Songs, für die es viel Applaus gab. Wie könnte es anders sein: Scheinen die drei Sänger stimmlich doch weiter gereift. Carmen Denzler klingt schon wie eine "Grand old Lady", die lustvoll zwischen Schnurren und Scheppern springt. Auf dass das Publikum Kopf steht - oder sie anderweitig vergöttert. Ein jeder, eine jede aus dem Vokaltrio taucht stets wieder in den Hintergrund ab, macht Platz, damit der oder die andere mit einer Solopartie brillieren kann. Das ist Größe. Passend zum Gesamteindruck. Der bleibt.

Jörg Büsche
Südkurier Markdorf 10.11.2005

:: Rufet und jauchzet

"Bluesblasters" mit Soul und mehr im Stadel

 
"Bluesblasters" kurz vorm Blast-off. (Büsche)
[...] Viel Lob hatte der Leadsänger von "Bluesblasters" mitgebracht für die Fans im Theaterstadel. Sehr viel Lob, verständliches Lob, denn der Funken war sofort übergesprungen - bereits beim ersten Stück der zwölfköpfigen Band aus Ravensburg. "Ihr braucht hier wirklich kein Hardrock Café", fand Matthias Hager, die Post gehe auch so ab.

Kein Wunder - bei dem Hörnerschall. Aber Vorsicht vor falschen Assoziationen! Betulich tutende Posthörner sind nicht gemeint, stattdessen die vierköpfige Bläsergruppe der Bluesblasters: Andreas Sommerfeld (Posaune), Rainer Denzler (Alt-Saxophon), Roland Müller (Tenor-Saxophon) und Florian Obinger (Trompete). Dieses Metall-Quartett prägte den Namen der Band wohl ganz entscheidend mit. Warum? Das zeigten die vier auf der Stadel-Bühne. Dicht gedrängt standen sie dort in der rechten Ecke; sie bliesen und schwenkten ihre Instrumente; sie gingen in die Knie, kamen wieder hoch, hielten Rhythmus, wahrten Symmetrie als wär's eine Ballett-Einlage. Und das Erstaunlichste dabei: ihr Klang. Der haschte keine Effekte, der war echt. Weshalb jedes einzelne Bläsersolo begeisterten Beifall einfuhr.

[...]

"Do you like soul?", war seine Frage. "Ja!", kam zur Antwort. Zugegeben, ein vorerst etwas schüchternes Ja. Aber das hatte Matthias Hager selbst verschuldet. Was vergleicht er auch die Stadel-Atmosphäre mit der in einer Kirche - nur weil es im Stadel zwei Ebenen gibt. " Die Gemeinde und den Chor", so der "Bluesblaster"-Sänger. Nun, Chor und Gemeinde vergaßen ihre Zurückhaltung bald, riefen und juchzten als feierten sie eine Gospel-Messe.

Jaaahh!! Man liebt den Soul in Markdorf. Vor allem dann, wenn er soviel Transparenz besitzt wie jener, den "Bluesblasters" bietet. [...]. So kann sich das Gesangstrio ganz entfalten. Erst singt die eine Stimme eine Ballade, dann die andere Funk, schließlich die dritte zu Kuba-Rhythmen. So folgt Welle auf Welle. Der Stadel stand am Strand. [...]

Jörg Büsche
Südkurier Friedrichshafen 28.12.2004

:: Weihnachtskonzert für schwarze Seelen

So groß wie ein Musikverein und doch eine Pop-Band: Die Bluesblasters überzeugten mit Rhythm'n'Blues im Club Metropol im Fallenbrunnen

 
Soul mit Leib und Seele: Mathias Hager (links) und Carmen Denzler (rechts).

[...] Die Bluesblasters besitzen ein sicheres Gespür für Zugnummern aus über 30 Jahren: Carole Kings "Hard Rock Café" ist ebenso im Repertoire wie der Soulklassiker "Hold on, I'm coming" von Sam & Dave oder - und damit würde man eigentlich nicht rechnen - "All night long" von Schmusesänger Lionel Richie. Auf einen simplen Nenner lässt sich die Band nicht bringen: Reinrassige kubanische Rhythmen durchbrechen die Hooklines, Soul mit klassischer Motown-Handschrift steht neben Eigenkompositionen wie "The point is you", in denen ein glasklar-cooler Funk pulsiert. Doch ganz egal, in welchem Genre die Bluesblasters sich gerade bewegen, immer wirken die bis aufs i-Tüpfelchen ausgereiften Arrangements mitreißend.

Mit vollem Einsatz und allem was die Stimme bietet, kniet sich Carmen Denzler in Aretha Franklins Glanzstück "Respect", mit romantischem Schmelz zelebriert Caroline Wetzel die Bluesblasters-Eigenkomposition "Stuck with my Baby" und mit dem Charme eines sorglosen Luftikus groovt Mathias Hager durch "Better don't look down". Ohnehin ist Mathias Hager der große Sympathieträger der Truppe. [...]

Die Bluesblasters überzeugen auf der Bühne nicht zuletzt durch den Verzicht auf alle Posen. Rhythm'n'Blues ist hier ein Lebensgefühl, dem insbesondere in den Eigenkompositionen gekonnt gehuldigt wird, und nicht etwa eine ironische Abzocke schwarzer Musik-Klassiker, die in den 80er Jahren durch die Blues-Brothers groß in Mode gebracht wurde. Die Bluesblasters tragen weder Melonen noch Sonnenbrillen, und wenn sie "Hold on, I'm coming" covern, dann wird daraus sicher keine urige Soul-Persiflage, die sich für die nächste Saufparty eignet.
Die Bluesblasters stellen nicht das Ego der Bandmitglieder, sondern den Geist ihrer Musik ins Zentrum. Das gab auch dem Bluesblasters-Konzert im Club Metropol sein uneitles Charisma.

Schwäbische Zeitung Friedrichshafen 07.06.2004

Fetzig, peppig und mitreißend - der Start, den die Bluesblasters am Freitagabend im Berger Festzelt hinlegten, konnte sich sehen lassen. Hielt sich die Stimmung vor Auftrittsbeginn noch in Grenzen, herrschte gleich ein ganz anderer Flair, als die Band die ersten Töne auf der Bühne anstimmte.
Mit einer Show, die nicht nur fürs Auge ein Erlebnis bot, lockten sie ihre Fans langsam aber sicher auf die Tanzfläche. Perfekt aufeinander abgestimmt und mit faszinierender Gestik und Mimik standen vor allem der Sänger und die beiden Sängerinnen im Vordergrund.



Südkurier Friedrichshafen 01.04.2004

:: Ein Sechser im Lotto – neue CD der Bluesblasters ist fertig
Wolfgang Müller-Rudhart. Das klingt zwar recht sperrig, aber wahrscheinlich ist der Name das einzig Sperrige an dem Burschen, der ihn trägt. Die Songs aus seiner Feder grooven wie "KC And The Sunshine-Band" zu deren besten Zeiten, und das hat sich herumgesprochen. Der Soul, der Funk und die scharfen Bläsersätze der Bluesblasters zogen am Wochenende eine Menge Fans an: 350 Besucher tummelten sich im Markdorfer Theaterstadel, wo die Band ihre neue CD vorstellte.
"I just can't get enough" heißt sie, und genauso klingt sie auch - 55 Minuten und 16 Stücke lang, sechs davon selbst geschrieben.
Gleich die erste (eigene) Nummer "The point is you" ist ein Knaller. "Das Stück entstand aus der Idee eines Refrains mit rhythmischem Pianopart", heißt es lapidar dazu im Booklet der CD. Das ist, als ob man nach einen Sechser im Lotto von den "paar Mark" spricht, die man gerade gewonnen hat. Der Musik mit ihren perfekten Bläserarrangements, der sexy Stimme von Carmen Denzler, Anleihen bei moderner Clubmusik und einem Klavier, das an den groovenden Jazzrock Herbie Hancocks heranreicht, wird die karge Notiz jedenfalls nicht gerecht. Relaxt und sympathisch, irgendwo in den Wolken des Stimmungshochs, führt Matthias Hager dann durch Will Jennings "Better dont look down". Allen, die Matthias Hager bisher nur als Stimme der A cappella-Gruppe "FITA" kennen, aufgepasst: seine Stimme bekommt mit einer elf Mann starken Band im Rücken einen zusätzlichen Schub.
Überhaupt, die Zahl der Musiker. Eigentlich muss man schon froh sein, wenn eine Ansammlung von zwölf Menschen nicht gleich wieder auseinander bricht. Ein dutzend Leute, das ist schließlich mehr, als eine Fußballmannschaft Spieler hat - und die zoffen sich eigentlich täglich, obwohl sie dem selben Ball hinterherlaufen.

Der gemeinsame Ball der Bluesblasters, das ist ihr geschmeidiger Gruppensound, der freilich nicht vom Himmel fiel. Eigentlich wurde die Band von ihrem Gründer Rainer Denzler im Frühjahr 1995 nur für einen Fasnetsball in der Haslachmühle zusammengestellt. Die vielen Neubesetzungen, die die Band seither erlebt hat, sind auf der Homepage mit einer Selbstironie aufgeführt, ohne die es die Bluesblasters vielleicht gar nicht mehr gäbe.
Auch auf der CD herrscht eine lockere Atmosphäre, ohne die sich der Soul und der Funk der Band gar nicht spielen ließen. Mit einem Knoten im Gemüt kann man einen Song wie "The House that Jack built" weder singen noch die Hüften dazu kreisen lassen - und wenn Letzteres nicht ginge, wozu dann noch Musik machen?

Die Songs der Bluesblasters haben alles, was die schwarze Musik der 60er und 70er Jahre ausmacht - manchmal mit einigen Abstrichen. Ausgerechnet der Diskohit "Shame, shame, shame" klingt ein wenig zu beherrscht. Dafür laufen die Bluesblasters aber bei anderen Stücken zu großer Form auf, an denen sie eigentlich scheitern müssten: "Respect" etwa, bei dem jede Sängerin sich an Aretha Franklin messen lassen muss, ist ein Glanzstück der CD, und "The son of a preacher man" schummelt sich nicht weniger weich ins Ohr als das Original von Dusty Springfield. Einen gekonnten Schabernack treiben die Bluesblasters mit "To love somebody". Was bei den Bee Gees eine schwer zu schluckende Schnulze ist, wird in den Händen der Bluesblasters nach dem Vorbild der Cover-Version von Jimmy Somerville zu ausgefeiltem Reggae.
Glücklicherweise ist es den Bluesblasters gelungen, die Seele ihrer Liveauftritte auf CD zu übertragen. Die Produktion ist weder kalt und steril, noch wirkt sie überladen. Die Scheibe kommt wie ein durchtrainierter Sportler daher, bei dem die Muckies an der richtigen Stelle sitzen.
Was immer die Band auf der Platte auch anpackt, macht sie glaubhaft und ganz. Die Bluesblasters klingen nicht nach halbherzigen Versuchen. Den Bläsersätzen etwa meint man anzuhören, dass die Herren mit den Hörnern jede Single im Plattenschrank haben, die beim amerikanischen Stax-Label jemals erschienen ist.
Freilich machen sich solche intimen Kenntnisse auch im eigenen Songwriting bemerkbar. Man schmiert den Bluesblasters keinen Honig ums Maul, wenn man behauptet, dass sie ihre eigenen Songs am besten rüberbringen. In ihnen wächst die Band zudem über die Grenzen der schwarzen Musik hinaus. In ein Stück wie "I can't go" kannst du dich reinlegen, am besten mit einem Caipirinha in der Hand. Schließlich wagt das Stück den Brückenschlag zwischen lateinamerikanischer Musik, Ska und Soul. Was eigentlich nicht geht, geht hier eben doch, und zwar mühelos. "Stuck with my Baby" dagegen ist eine Ballade, die für ausgiebige Knutschereien in lauen Sommernächten geschrieben wurde: Unwiderstehlich singende Saxofonlinien machen weiche Knie, schmeichelnde Chorharmonien wecken Erinnerungen an den unvergänglichen Motown-Sound. Ob nun hier ein Klavier den hingetupften Groove der Barmusik von New Orleans aufnimmt, oder ob in "I want you" eine Stimmung wie in einer aufgeheizten Gospelkirche aufkommt - die Bluesblasters vereinen in den Eigenkompositionen ihr musikalisches Wissen mit dem wichtigsten Ziel: einfach mitreißend zu unterhalten.

Harald Ruppert

Schwäbische Zeitung 30.03.2004


:: Gesäuselt, gerotzt und geschwitzt
[…] Soul, Rhythm n‘Blues bringen die Bude zum Wackeln[…]



Bewundernde Blicke der Kollegen: „Bluesblasters“-Sänger Matthias Hager und seine „Soulsister“ Carmen Denzler lassen den Bläsern beim Solo den Vortritt. Bandleader Alexander Denzler (hinten) (Korrekt: Alexander Dopfer, Anm. the bluesblasters) nutzt die kleine Pause und nimmt einen Schluck aus der Wasserflasche. Foto: Jasmina Zöller

The Bluesblasters“ gibt es seit neun Jahren. Der Bekanntheitsgrad der zwölfköpfigen Band ist mit der Zeit gewachsen und ihre Fangemeinde gleich mit. Letztere können gar nicht genug bekommen von „ihrer“ Band, was so viel heißt wie: Auf zum Konzert, egal wie, egal wohin […]

Die Stimmung wird immer ausgelassener und schwappt von der Bühne in die Menge begeisterter Zuschauer, die – bereits beim ersten Song – mitschnippt, -singt und -swingt. Die Luft kocht, an den Glasscheiben sammelt sich Kondenswasser, Jacken und Pullis werden in die Ecke geschmissen, der Barkeeper kommt mit Nachschenken fast nicht mehr hinterher. Die „Bluesblasters“ verstehen ihre Fans zu begeistern. Das Haus ist brechend voll, sechs Besucher mehr, und die Rhythm n‘ Blues Band hätte den Theaterstadel Besucherrekord des Hubert von Goisern geknackt. […] Und eins ist sicher: Auch Elvis wäre baff gewesen, wenn er Hias Interpretation von „Little less conversation“ gehört und die Reaktion der Zuschauer gesehen hätte. Die Menge schwebt bei „Walking on sunshine“ wahrhaftig über den Wolken und bei „Son of a preacher man“ bereits im siebten Himmel.
„Niveau“ steht in großen Buchstaben am Bühnenhimmel. Die Bläser spielen auswendig, ihre Solis können sich wirklich sehen lassen – ob gesäuselt oder gerotzt. Für ein perfektes Zusammenspiel sorgt die Rhythmusgruppe. Darüber schicken die drei Sänger ihre Soul-Stimmen in den Raum und voilá: Der Sound steht. Besonders die eigenen Titel stehen bei den Zuschauern hoch im Kurs. Erst nach zwei Zugaben geben die Anwesenden Ruhe – nur äußerst widerwillig




Südkurier Markdorf 30.03. 2004-06-02

:: Den Restwinter einfach weggeblasen – die zwölf Bluesblasters verlegten den Stadel in die Tropen


"Bluesbrothers", James Brown oder die "Commitments" werden von den "Bluesblasters" gecovert. Gebracht haben sie aber auch eine ganze Reihe eigener Stücke von ihrer neuen CD. Bild: Büsche
[…] „es war hoher Besuch da […]-The Bluesblasters". Die zwölfköpfige Soul- und Blues-Formation, die den gesamten Restwinter einfach wegblies. Die einen Auftritt auf die Stadel-Bühne legte, gegen den aller Föhn ein bloß lauer Wind ist. "The Bluesblasters" sind ein Hitzegebläse. […] Buesblaster-Musik kommt aber überhaupt nicht bemüht daher, sondern sehr, sehr locker. Aus dem Handgelenk sozusagen. Zum Gutteil liegt das an der Bläsergruppe. Satt, quasi bigbandhaft unterfüttern sie den Soul. Noch mehr Handgelenk freilich ist bei der Percussion und den Männern an Hammond-Orgel,den Drums dem Bass und der - wundervollen - Gitarre. […] Den zwölf auf der Bühne glaubt jeder, dass es ihnen gut geht. Das Publikum tobt. Schluss ist mit Winter. Oh Hasenweiler, Du Metropole des Souls.



Südkurier 15.09.2003

:: Lange Party-Nacht - "Bräss Bänd Fäschtival" begeistert Publikum in Ailingen
Friedrichshafen
[...]
Das Highlight sicherlich der Auftritt der "Blues Blasters". Beim Auftritt der Rhythm und Blues Band hatte man das Gefühl, als befände man sich im Kultstreifen "Blues Brothers". Die legitimen Nachfolger Jack und Eliott Blues brachten die Stimmung in der Halle zum überkochen. Egal ob der Elvis-Klassiker "Little less conversation" oder "Walking on sunshine" - die Blues Blasters setzten mit einem grandiosen Auftritt den Schlussstrich unter die gelungene Veranstaltung.



Obermain Tagblatt:

:: Live Music Night Klosterlangheim 2002 – Lichtenfels
Mit Rauch und Knistern in der Stimme - Imposante Bilder, tolle Musik:
Rock, Blues und Oldies bei der 19. Live Music Night - ein einmaliges Ambiente

[...] Als die Dunkelheit einsetzte brannte die zweite Band des Abends "the bluesblasters", auf der Bühne ein wahres Feuerwerk ab. Im Stile großer Blues Bands aus den 60er und 70er Jahren heitzte die 14-köpfige Band auch sich selbst gewaltig ein, aber vor allem den Musikanhängern vor der Bühne. Denn dort sammelte sich im Handumdrehen eine tanzende, springende und singende Menge, die den Schotter unter ihren Füssen geradezu umpflügte.
"Handgemachte Musik ohne Synthesizer" ist eben immer ein Erfolgsgeheimnis [...]. Wer keinen Platz mehr vor der Bühne fand, tanzte auf den Bänken. Bei den rhythmischen Bewegungen waren selbst die verhältnismässig kalten Temperaturen vergessen.
Die drei Frontsänger, die vier-köpfige Bläsersektion, die imponierende Rhythmusgruppe und der weibliche Background Chor erweckten in schwarzen Anzügen die legendären Blues Brothers wieder zum Leben. [...]
Hier der Link zum Festival in Klosterlangheim:
http://www.live-music-night.de


Stadtfest/Bad Waldsee 2000

:: Altstadt- und Seenachtsfest
"Blues Blasters" im Klosterhof: Partylaune pur für Generationen Trotz herbstlich kühlem Wetter hatten sich wieder zahlreiche Party-Besucher zum "Hinterhofspektakel" am Samstagabend im Klosterhof eingefunden.Die von Young Culture, den TG-Handballern und dem Klub der Frustrierten initiierte Aktion war ein wahrer Treffpunkt der Generationen: Von 14-jährigen bis hin zu Mitfünfzigern war alles vertreten. Nachdem die Lokalmatadore von "Frantic Flow" mit ihrem Crossover-Sound eher den Geschmack der jüngeren Generation befriedigt hatten, betraten um 21:30 Uhr "The Blues Blasters" die Bühne (Bild). Das Jungvolk verdrehte zwar zunächst die Augen, da der Musikstil der "Blues-Reggae-Ska-Coverband" schon einen extremen Gegensatz darstellte, doch die Zweifel waren bei den meisten schnell besiegt: Partylaune pur! Gecovert wurde, was das Zeug hält: Von "Walking on Sunshine" über You can leave your hat on" bis hin zu "Knocking on heavens door" war für jeden Geschmack was dabei. Was bei vielen Besuchern mit lässigem Mitswingen begann, endete häufig in wahrer Tanz-Trance. Die Sängerin mit ihrer bluesig-verrauchten Soulstimme und die Show der Bläser-Truppe (je zwei Posaunen und Saxophone und eine Trompete) rockten den Klosterhof bis sie nach mehreren Zugaben gegen 0:15 Uhr vom begeisterten Publikum entlassen wurden.
Rocknacht/Wilhelmsdorf 1999

:: Rocknacht im Festzelt
Wilhelmsdorf goes Rock - ein gelungener Versuch

[...] Niveauvolle Musik vom Allerfeinsten präsentierte sich auf der Wilhelmsdorfer Rocknacht. [...] Vereinzelt sah man auch ältere Semester, die wohl spätestens bei der zweiten Band auf ihre Kosten kamen: "The Blues Blasters" spielten unter anderem Stücke wie "You can leave your hat on" von Joe Cocker, "Think" von Aretha Franklin und "Mustang Sally". Dabei beeindruckte die zwölfköpfige [...] Band vor allem mit einem stimmgewaltigen Sänger, der in James Brown Manier sang und auch genauso rauchig und dunkel die Titel ankündigte. [...] Das Publikum war inzwischen zahlreicher vertreten [...]. Die Holzplanken bebten richtig unter dem Gewicht der Tanzenden. Improvisationstalent bewiesen die professionell in Hemd und Anzug gekleideten "Blues Blasters" indem sie kurzerhand ihre ehemalige Sängerin, die auch unterm Publikum war, auf die Bühne stellten...

FUMP-Festival/Wallenreute1999

:: Musikgenuß verbindet unterschiedlichste Leute
AULENDORF - Obwohl beim FUMP-Festival zum ersten mal Eintritt bezahlt werden musste, geriet die Musikveranstaltung [...] wieder zu einem Erfolg. Weit über 2000 Besucher fanden den Weg nach Wallenreute [...]

[...] Purer Musikgenuß war das Zauberwort der beiden Abende. Was die vier Gruppen "Blues Blasters", "Groove Department", "Moskovskaya" und "Skaos" boten, einte die unterschiedliche Gesellschaft.[...]



Bad Waldsee/OpenAir 1999

:: Open Air in Reute
I feel good bei den "Drei Eichen"

BAD WALDSEE - Etwa 750 Leute besuchten am Freitag das B & D Festival [...] in Reute und amüsierten sich bei Blues, Rock und Grundge. [...] Höhepunkt des Abends und letzte Band waren die "Blues Blasters", die einen professionellen Auftritt hatten und [...] für tolle Stimmung sorgten. Das Publikum tanzte zu Blues und Jazz bis die Band um ein Uhr ihr letztes Stück spielte...



Coverbandwettbewerb 1998/Kreisrundschau Biberach


:: Abend mit Überraschungen und kläglichem Ende
In Maselheim fand [...] ein Cover-Band Wettbewerb statt, wo fünf Bands vor fast vollem Zelt auftraten und um den Sieg wetteiferten.

[...] Als Nummer 4 spielten die "Blues Blasters" aus Ravensburg, denen sogar ein ganzer Fan-Bus nachreiste. Es war hier interessant zu hören, wie unterschiedlich Titel gecovert werden können, da einige Songs kurz zuvor von den "Soul Plumbers" gespielt wurden. Aber hier überzeugte die Spielfreude der Blues Blasters eindeutig. [...]

Kurz nach 1 Uhr [...] hatte die Jury entschieden: "The Blues Blasters auf dem fünften Platz! Das war die zweite Überraschung des Abends: Ausgerechnet die Band, die wirklich gut ankam, auf den letzten Platz zu setzen. Jetz war alles möglich [...]. Ein klägliches Ende für einen Abend der vielversprechend angefangen hatte[...] Publikum und Musiker waren zum Schluß jedenfalls verunsichert bis verständnislos.



SZ Ravensburg-1997/Kreisrundschau


:: Von der Fasnetseinlage zum Geheimtip
HORGENZELL - Längst zählen sie zu den Geheimtips der Blues- und Rockszene der Region: "The Blues Blasters". Schon der Name erinnert an die legendären "Blues Brothers". Und auch musikalisch sind die Brüder mit dem schwarzen Outfit [...] großes Vorbild der elfköpfigen Horgenzeller Band.

[...] Seit den Anfängen im Juni 1995 haben die "Blues Blasters" ihr musikalisches Repertoire laufend erweitert und hatten auch schon einige größere Auftritte. So waren sie zu Gast [...] beim FUMP-Festival in Aulendorf. [...] Konzerte im Landjugendheim Fronhofen, in der Scheune Wilhelmsdorf oder beim Horgenzeller Kulturverein folgten. [...] Sängerin Nadine [...] ist mit ihrer gewaltigen Stimme sicherlich ein Grund für den einzigartigen Touch der Band. Und zudem haben sie zahlreiche Bläser in ihren Reihen.



SZ Ravensburg-1996/Kreisrundschau

:: "Blues Blasters" auf dem Weg nach oben - Zehn junge Leute verfolgen die Spuren ihrer legendären amerikanischen Vorbilder
[...] Im Frühjahr 1995, erzählt Rainer Denzler, "Kopf" der jungen Gruppe, habe [...] er für eine einmalige Programmeinlage die Noten des Blues-Stücks "Peter Gun" besorgt und [...] mit Kollegen einstudiert. "Wir hätten nie gedacht, daß wir so begeistert aufgenommen würden". immer wieder seien sie dazu ermuntert worden, als eigenständige Blues- und Soul-Formation weiterzumachen.[...]

Wer im Englisch Lexikon nach dem Wort "blasters" sucht, wird dies vergeblich tun. Nach "blast" für "Windstoß" ist Schluß. "Unser Name ist eine spontane Eigenkreation", berichtigt Denzler. "Er sollte ähnlich klingen wie die legendären "Blues Brothers" und doch neu sein." Spontan wie die Wahl ihres Namens sind die jungen Leute selbst. Und wie ein Windstoß fegen sie mit ihrer Musik in Ohren und Herzen der Zuhörer. [...] Ihre Stilrichtung beschreiben die "Blues Blasters" mit "Soul, Rythm ´n´ Blues". Ihre Vorbilder sind die "Commitments", die "Blues Brothers", "James Brown" und "Joe Cocker". "Wir machen Musik für Leute zwischen 15 und 50!" meint der Chef der Gruppe der eigentlich gar keiner sein will abschließend. Kein Wunder, daß mit gleicher Begeisterung, mit der die jungen Zuhöhrer sie aufnehmen, auch eigene Eltern dahinterstehen. Verbindung der Generationen auf musikalische Art.